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Typenlehre

Die Mehltypenzahl steht auf fast jeder Mehltüte und gibt an, wie viel Mineralstoffe im Mehl stecken.

Beim Mahlen werden alle Bestandteile des Korns (Mehlkörper, Randschichten und Keimling) in mehreren Durchgängen mehlfein zerkleinert. Mehle mit einer niedrigen Typenzahl enthalten mehr Stärkeanteile und lösliche Ballaststoffe aus dem Mehlkörper. Je höher die Typenzahl, desto mehr mineralstoffreiche Schalenanteile sind enthalten. Besonders bei Weizenmehl spiegelt sich das auch im Aussehen wieder: Mehl der Type 1050 ist bräunlicher als ein Mehl der Type 405, das nahezu weiß ist. In Vollkornprodukten sind alle Bestandteile des gemahlenen Korns enthalten. Daher tragen sie auch keine Typenbezeichnung.

So wird die Type bestimmt:

Eine Mehlprobe wird im Labor bei 900°C verglüht. Die mineralischen Teile des Produkts bleiben dabei als sogenannte Asche übrig. Diese wird im Anschluss ausgewogen. Aus der Menge in mg/100g Mehl leitet sich die Mehltypenbezeichnung ab. Das in Haushalten gern verwendete Weizenmehl der Type 405 enthält also 405 mg Mineralstoffe je 100 Gramm.

Die neben Vollkornprodukten gängigen Mehltypen im Lebensmitteleinzelhandel sind:

  • Weizenmehl: Type 405, 550, 1050
  • Roggenmehl: Type 997, 1150 und 1800 (Backschrot)
  • Dinkelmehl: Type 630 und 1050

Es gibt eine weit breitere Palette an Mehlen, zu finden in Spezialgeschäften, Mühlenläden und manchmal nur beim Bäcker.

  • Weizenmehl: Type 405, 550, 812, 1050, 1600 und 1700
  • Roggenmehl: Type 815, 997, 1150, 1370, 1740 und 1800
  • Dinkelmehl: Type 630, 812 und 1050

Übrigens: Neben den oben genannten Mehlen nach DIN-Norm stellen die Müller auch Mehle mit weiteren Spezifikationen her.  Auch wer sich Mehl aus dem Urlaub mitbringt, wird feststellen, dass es Unterschiede gibt. In Italien gibt es z.B. die Typo 00, die österreichische Type W450 entspricht unserer Type 405. 

Was sind Auszugsmehl und Teilauszugsmehl?

Der Begriff „Auszugsmehl“ ist ein klassischer müllerischer Fachbegriff und bezeichnet das zuerst gezogene (= zuerst abgesiebte) Weizenmehl. Dieses Mehl ist das hellste Mehl und das am kürzesten gemahlene Mehl.

Dieser Begriff aus dem allgemeinen Sprachgebrauch ist jedoch veraltet. In der modernen Müllerei werden die verschiedenen Passagenmehle, die bei den bis zu 20 Vermahlungsschritten anfallen und in ihrer Zusammensetzung hinsichtlich Stärke, Ballaststoffen, Eiweiß und Fett unterschiedlich sind, zu den entsprechenden Mehltypen zusammengestellt. Für Teilauszugsmehl, wie früher z.B. die Type 1050 genannt wurde, gilt das ebenso.