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Mürbeteig

Der Mürbeteig (oder auch Mürbteig) ist ein vielseitig einsetzbarer Grundteig von süß bis herzhaft. Er ist bekannt als Plätzchen- und Keksteig. Böden aus Mürbeteig sind stabil und können daher gut belegt werden. Somit eignen sie sich zur Herstellung Obst- oder herzhaften Gemüsekuchen.

Unsere Mehlempfehlung: Grundsätzlich für alle Mehltypen von Weizen und Dinkel geeignet. Für süße Gebäcke werden vorwiegend Weizenmehle der Type 405, Type 550 und Dinkelmehl der Type 630 verwendet. Herzhafte Gebäcke können gut mit Weizen- und Dinkelmehl der Type 1050 oder Vollkornmehlen hergestellt werden. Es kann bei einem Mürbeteig auch gut mit Emmer- und Einkornmehl experimentiert werden.

Grundzutaten:

Süß: ein Teil Zucker, zwei Teile Fett, drei Teile Mehl, ein Ei

Herzhaft: ein Teil Fett, zwei Teile Mehl, ein Ei, Prise Salz

Optionale Zutaten:

Zum Beispiel: Gewürze, Kakao, Aroma, Vanille, Zitronenschale, geriebene Mandeln oder Nüsse, Honig, Trockenfrüchte, Milch

Verarbeitung

Rezeptbeispiel für süßen Mürbeteig:

  • 250 g Markenmehl
  • 125 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Butter oder Margarine
  • 1 Ei
  • Mehl zum Ausrollen
  • Fett für die Form

Teig reicht für eine Springform, für ein Blech die Menge verdoppeln. Der Teig kann natürlich auch zu Plätzchen weiterverarbeitet werden.

Für eine herzhafte Variante des Teiges Zucker weglassen sowie eine Prise Salz zugeben.

Zubereitung:

  • Mürbeteig braucht kühle Temperaturen, sonst wird er klebrig und weich. Das heißt: Die Zutaten, die Arbeitsfläche, selbst die Hände sollten kalt sein.
  • Alle Zutaten in der oben genannten Reihenfolg in eine Schüssel geben und zügig zu einem festen Teig verarbeiten. (Durch Überkneten wird der Teig brüchig und lässt sich nur schwer weiterverarbeiten.)
  • Sollte der Teig noch kleben, etwas Mehl dazugeben.
  • Fertigen Teig zu einer Kugel formen und in Folie gewickelt oder abgedeckt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Anschließend erneut kurz durchkneten.

Variante 1: Obst- oder Gemüsekuchen:

  • Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine gefettete Springform damit auslegen.
  • Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
  • Soll der Boden später befüllt werden am besten blindbacken. Dies gelingt, indem Sie den ausgelegten Teigboden mit getrockneten Erbsen, Bohnen oder ähnlichem beschwert wird. Diese Blindfüllung wird dann nach dem Backen entfernt und durch die eigentliche Füllung ersetzt.
  • Andernfalls Belag einfüllen, zum Beispiel mit Äpfeln oder Pflaumen für einen süßen Kuchen oder Lauch, Tomaten und Käse für die herzhafte Variante.
  • Bei 200 °C im vorgeheizten Ofen 10-15 Minuten backen.
  • Den fertigen Boden kurz abkühlen lassen und dann vorsichtig aus der Form lösen und auf ein Kuchengitter stürzen.

Variante 2: Plätzchen:

  • Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Plätzchen ausstechen.
  • Bei 200 °C im vorgeheizten Ofen 8-10 Minuten backen.

Abwandlung und Tipps:

  • Für weniger knuspriges Gebäck 1 Messerspitze Backpulver zugeben.
  • Gebäcke aus Vollkornmehl oder mit höherer Type brauchen in der Regel etwas Flüssigkeit, wie etwa 2-5 Esslöffel Milch.
  • Zucker kann zum Teil oder ganz durch Honig, Dicksäfte oder in Wasser eingelegte Trockenfrüchte ersetzte werden.
  • Teige mit Puderzucker statt Zucker werden besonders mürbe (wird oft bei Plätzchen verwendet).
  • Ei kann zum Teil auch durch Joghurt oder Quark ersetzt werden.