24.08.2021 ERNÄHRUNG & GESUNDHEIT GETREIDE & PSEUDOGETREIDE

Faktencheck Weizen - Macht das Getreide wirklich dick, dumm und träge?

Gerade ist die Weizenernte in Deutschland in vollem Gange. Im Durchschnitt werden jährlich 24 Millionen Tonnen des wertvollen Getreides vom Feld geholt. Mit seinen guten Böden ist Deutschland ein wichtiges Weizenanbaugebiet, mit hervorragenden Qualitäten und guten Erträgen. Ein knappes Drittel der Ernte wird gebraucht, um die heimischen Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen – der Selbstversorgungsgrad mit Weizen liegt bei durchschnittlich 130 Prozent. Ein gutes Drittel dient als Tierfutter, das letzte Drittel geht zu Teilen in den Export, die Stärkeproduktion, dient als Saatgut für das nächste Jahr, zur Energiegewinnung und als Vorrat. Weizen ist mit 765 Millionen Tonnen nach Mais mit 1.150 Millionen Tonnen und noch vor Reis mit 755 Millionen Tonnen die zweitwichtigste Getreideart für die Versorgung der Weltbevölkerung. Seine ernährungsphysiologische Zusammensetzung ist verglichen mit Mais und Reis zudem besonders günstig: hoher Ballaststoffanteil, gute Eiweißquelle, essentielle B-Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Calcium. Dazu lässt sich Weizen besonders gut verarbeiten. Und doch kursieren über Weizen wie über kein anderes Getreide viele Vorurteile und Mythen. Mit Schuld daran sind seit Jahren einige pseudowissenschaftliche Veröffentlichungen – deren Thesen zwar längst widerlegt sind, aber trotzdem weiter verbreitet werden. Zeit also, die wichtigsten einem Faktencheck zu unterziehen.

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