Vegan backen

Wie gelingt dein Kuchen auch ohne Eier? Du kannst die Eier beispielweise ganz einfach durch ein sog. „Leinsamen-Ei“ ersetzen. Dafür verrührst du einen Esslöffel geschrotete Leinsamen mit drei Esslöffeln Wasser und lässt die Mischung für ca. 5-10 Minuten quellen. Du kannst auch ungeschrotete Leinsamen verwenden, dann dauert das Quellen aber deutlich länger.

Keine Eier. Keine Butter. Keine Milch oder Sahne. Und trotzdem Kuchen, Torten und Quiche? Dass das geht und obendrein noch klasse schmeckt, kannst du mit vielen Rezepten selber testen.

Wer vegan backen möchte, muss eigentlich „nur“ die tierischen Zutaten durch pflanzliche ersetzen. Das klingt leicht, fällt am Anfang aber schwer. Denn es gibt nicht unbedingt immer die ultimative Lösung für ein bestimmtes Produkt. Es kommt auch immer etwas auf das Rezept und die übrigen Zutaten an. Ein wenig Experimentierfreude gehört also dazu. Das Ergebnis kann sich in aller Regel jedoch sehen lassen. Denn im Geschmack können vegane Backwaren locker mithalten.


Backen ohne Eier

Für die Dichte und Festigkeit des Teigs gibt es mittlerweile zahlreiche Alternativen zum Ei. Da sind zum einen Fertig-Eiersatzprodukte. Diese basieren meist auf Stärke aus Kartoffeln, Mais oder Lupinen, die in Verbindung mit Wasser eine klebrige bindende Masse ergeben.

Ersetze die Eier ganz einfach durch ein sog. „Leinsamen-Ei“. Dafür verrührst du einen Esslöffel geschrotete Leinsamen mit drei Esslöffeln Wasser und lässt die Mischung für ca. 5-10 Minuten quellen bis du eine gallertartige Masse erhältst. Du kannst auch ungeschrotete Leinsamen verwenden, dann dauert das Quellen aber deutlich länger. Diese Mischung ersetzt ein Ei.

Es gibt es auch die Möglichkeit, eine zerquetschte Banane unter den Teig zu heben. Ebenso kannst du Apfelmus verwenden. Beides sind gute Alternativen, die dem Teig die nötige Festigkeit geben.

Sollen Eier in einer Cremefüllung verwendet werden, geht es oft nur um das Volumen, das der Eischnee erzeugt. In diesem Fall kannst du dir mit einer Mischung aus 2 Teelöffeln Backpulver und einem Esslöffel Wasser behelfen.


Öl statt Butter

Am einfachsten ist es, die Butter durch Margarine zu ersetzen. Auch Pflanzenöle können in jeglicher Form verwendet werden. Gerade bei süßen Rezepten, solltest du bei der Wahl des Öls auf den Eigengeschmack achten. Sonnenblumenöl ist am neutralsten. Für viele Obstkuchen ist Kokosnussfett eine gute Alternative, denn es gibt dem Teig tatsächlich eine exotische Note.


Milch, Joghurt und Sahne

Milchprodukte lassen sich eigentlich am einfachsten ersetzen, denn es gibt viele gute Alternativen: Sojamilch gibt es mittlerweile sogar in fast jedem Café, das etwas auf sich hält. Kokosnuss-, Mandel- oder Reismilch kannst du ganz nach Belieben verwenden. Bei Sahne ist es sehr ähnlich, dazu bekommst du auch Dinkel- oder Hafersahne. Aber auch hier solltest du darauf achten, dass der Eigengeschmack der Milch zu eurem Kuchen passt. Wenn du Quark benötigst, nimm einfach Sojajoghurt und lass ihn in einem Sieb etwas abtropfen. Dann hat er fast die gleiche Konsistenz wie Quark.


Alternativen für Gelatine

Gelatine ist ein etwas kniffliger Fall. In vielen Rezepten funktioniert das Ersatzprodukt Agar Agar sehr gut. Viele vegane Bäcker greifen auch zu Kartoffelstärke oder Maisstärkemehl. Allerdings kommt es hier sehr auf das Rezept an. Nach unserer Erfahrung kann das Resultat hier sehr unterschiedlich ausfallen und eine pauschale Patentlösung gibt es leider noch nicht. Probier dich da einfach etwas aus.


Tipp:Gerade feste Kuchen kannst du sehr gut mit Fruchtpüree statt Fett backen. Mit Apfelmus oder Möhrenpüree wird der Kuchen dazu noch schön saftig. Die Hälfte des Butteranteils kannst du damit locker ersetzen. Dazu dann noch etwas Öl geben, das man vorab unter den Gemüsebrei rührt. Aber Achtung: Das Öl hat deutlich mehr Flüssigkeit als Butter. Darum etwas weniger Öl in den Teig geben, damit er nicht zu flüssig wird.