Dreikornbrot wird Brot des Jahres 2021 und würdigt damit die regionalen Alleskönner Weizen, Roggen und Hafer

Dreikornbrot ist das Brot des Jahres 2021! Das Votum dafür ist gut bedacht, denn es sorgt nicht nur für geschmackliche Vielfalt und bildet die perfekte Basis für süße wie herzhafte Belage. Mit den Getreidearten Weizen, Roggen und Hafer enthält Dreikornbrot das Beste, was auf den Äckern hierzulande wächst – so begründet das Deutsche Brotinstitut seine Entscheidung. Dem können wir uns nur anschließen!

Weizen – Bestseller und Alleskönner

Weizen  – die unangefochtene Nr. 1 hierzulande! Und auch global betrachtet spielt er als drittwichtigste Getreideart in der ersten Liga. Weizen ist aber nicht nur mengenmäßig die Nr. 1, sondern auch was seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten beim Backen betrifft. Ob süßes Feingebäck, fluffige Brötchen oder aromatisches Brot: Mit Weizen gelingt so gut wie alles, was das Bäckerherz begehrt. Aber wusstet Ihr, dass es den einen Weizen eigentlich gar nicht gibt? Wenn wir gemeinhin vom Weizen sprechen, meinen wir meist den Weichweizen. Allein in Deutschland gibt es fast 190 Sorten Winterweizen und 35 Sorten Sommerweizen, die für den Anbau zugelassen sind. Daneben gibt es weitere Weizenarten, die eng mit dem Weichweizen verwandt. Dazu zählen Hartweizen, der z. B. für Nudeln, Bulgur oder Couscous verwendet wird, sowie die sogenannten Urgetreide Einkorn, Emmer und Dinkel.

Roggen – der heimliche Roggstar der Brotvielfalt

Bevor der Weichweizen seinen Siegeszug antrat, war Roggen die unangefochtene Nr. 1 auf den Äckern und in den Brotkörben hierzulande. Und auch heute noch spielt er eine entscheidende Rolle: Erst der Roggen macht die berühmte Vielfalt der typisch deutschen Brotkultur möglich. Kein Wunder, dass 2020 das Roggenbrot zum Brot des Jahres gekürt wurde! Sein würziger Geschmack kommt am besten in Sauerteigbroten zur Geltung. Roggensauerteigbrot ist nicht nur ein kulinarisches Highlight, sondern kann auch einen gesundheitlichen Mehrwert haben, wie neue Forschungen zeigen.

Hafer – vom Nischengetreide zum Superfood

Hafer erlebt derzeit eine Renaissance. Mit der zunehmenden Motorisierung im 20. Jahrhundert verlor diese Getreideart, die nicht nur Menschen, sondern auch Pferden reichlich Power gibt, an Bedeutung. Doch mit Haferbrei, Porridge und Overnight Oats erlebt das heimische Superfood in den letzten Jahren einen Boom. Auch für den Anbau ist der Hafer interessant, so gilt er als Gesundungsfrucht. Für eine Renaissance des Haferanbaus setzen sich die heimischen Hafermühlen ein. Hafer allein bäckt zwar nicht – als Zutat im Dreikornbrot liefert er weitere gesunde Fette und viele Ballaststoffe, unter anderem das haferspezifische Beta-Glucan.

Dreikornbrot selbst backen – unsere Tipps für Euch

Habt Ihr Dreikornbrot schon mal probiert? Mit der Wahl zum Brot des Jahres bieten jetzt viele Bäckereien Dreikornbrot an – haltet die Augen auf! Aber auch Brot selbst zu backen ist gar nicht schwer – und vielleicht gerade eine willkommene Abwechslung. Für EinsteigerInnen empfehlen wir ein Brot auf Hefebasis mit einem Anteil von 2/3 Weizenmehl (z. B. Type 550) und 1/3 Roggenmehl (z. B. Type 997 oder 1150). Für den Haferanteil in Eurem Dreikornbrotteig könnt Ihr grobe oder feine Haferflocken nehmen oder etwas spezieller gekochte Haferkerne ausprobieren. Bei der Menge solltet ihr euch ran tasten, damit das Brot nicht zu fest wird. Auf 500 Gramm Mehl empfehlen wir mit zunächst maximal 100 - 150 g Haferflocken zu beginnen. Die Haferflocken sollten vor der Zugabe zum Teig vorgequollen werden. Extra Haferflocken für die Kruste funktionieren immer. Weitere Tipps zum Brotbacken für EinsteigerInnen haben wir für Euch Ihr hier zusammengestellt.

Viel Spaß beim Dreikornbrot Backen und Genießen wünschen Euch Anne und Henriette von Mein Mehl

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